David Cameron - Brexit
Am Donnerstag, den 23. Juni, wählten die Briten in einem Referendum den Austritt aus der EU mit einer knappen Mehrheit von 51,9%. Premierminister David Cameron verkündete die Entscheidung zusammen mit seinem Rücktritt. Überraschenderweise folgten die Unterstützer des Brexit seinem Beispiel und überließen das Feld Theresa May, die eigentlich in der EU bleiben wollte. Sie ist der Meinung "Brexit heißt Brexit" und startete den zweijährigen Prozess am 29. März.


Folgen

Mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8% 2016 (Deutschland 1,9%) ist der vorhergesagte wirtschaftl. Untergang Großbritanniens nicht eingetreten, im Gegenteil. Die Arbeitslosenquote fällt kontinuierlich weiter und die Immobilienpreise steigen, wenn auch langsamer als bisher.

Ob EU-Bürger, die in Großbritannien wohnen, dort bleiben können, genauso wie Briten in der EU ist nicht garantiert und muss bei Verhandlungen besprochen werden. Nur diejenigen, die einen Aufenthaltstitel bekommen haben (>5 Jahre in einem Land wohnen), dürfen dort auch mit Sicherheit bleiben. Für Pendler wird die Situation besonders umständlich, da sie sich nicht mehr so frei zwischen EU und GB bewegen können. Bisher allerdings hat sich die Rechtslage noch nicht verändert.

Der Pfund ist kurz nach der Brexit-Verkündung jedoch stark gefallen, was dazu führt, dass Preise für Lebensmittel und Kleidung (Importware) spürbar steigen.

Darüber hinaus gibt es regelmäßige Demonstrationen gegen den steigenden Rassismus in Großbritannien gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, besonders solchen, die nicht "europäisch" aussehen.


Ursache

Der sogenannte Populismus, ein emotional orientierter Politikstil seitens der Brexit-Vertreter, hat hier Eindruck auf die Briten gemacht. Die allgemeine Angst den Job zu verlieren, nicht ausreichend Geld zu verdienen um die Familie zu ernähren und vor steigenden Krankenversicherungspreisen wurde mithilfe Propaganda auf alle nicht-Briten projeziert. Teilweise sollen Einwanderer Jobs "gestohlen" haben, teilweise soll die Mitgliedschaft in der EU massive Nachteile für die Briten gehabt haben.


Fazit

Auch demokratische Systeme sind insbesondere durch Massenmedien beeinfluss- und sogar lenkbar. Dies ist unabhängig von Alter, Intelligenz oder sozio-ökonomischem Status. Um ein Wahlergebnis zu erzielen, das tatsächlich unsere Bedürfnisse widerspiegelt, müssen wir ausreichende Recherchen anstellen statt uns von einzelnen Angstmachern in die Ecke drängen zu lassen.


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http://www.bbc.com/news/uk-politics-32810887

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