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Eines Morgens blickte der Tag mir in die Augen. Die Lider der Sonne erstreckten sich über den gesamten Horizont wodurch ich die Ganzheit der Natur in meinem inneren vereinen konnte.

Dieses Allumfassende Gefühl der Erkenntnis
durchbrach eine jede Mauer in meinem verfangenen Kopf. Ängste wurden
schlagartig irrational. Warum sollte man sich auch vor der Welt
fürchten. Ich als Teil dieser Welt bin ein Organ. Ein Organ dieses
allumfassenden Mechanismus, den wir als Menschen zum Universum
ernannten. Ich bin nicht weniger als ein Zahnrad, das sich dem Nexus
fügt und seine Funktionen nach eigenem Willen ausreizt. Und doch bin
ich mehr. Ich bin wir. Das denken ist was mich mit der Welt vereint.
Solange ich denke bin ich wir. Dieser Tag veränderte mein Leben. Die
Sonne zeigte mir ihre Geschichte auf, denn sie sprach als inkarnierte
Verknüpfung mit meinem Gewissen. All die Grundbausteine erkannten
sich selbst. Parallele Korrespondenz, die mentale Singularität
erfüllt mich bin in die letzte Faser, die Erkenntnis des
Equillibrium, des Gleichgewichts der Kräfte dringt in mein Denken
als unausweichliche Größe. Es ist keine Größe als Einheit die man
an Fixpunkten festmachen kann um sie zu vergleichen und abzuschätzen.
Es ist viel mehr der Übergang von der Wortfindung zum Neologismus.
Jeder Gedanke findet sich selbst und sein Gegenstück im Verhalten
der Natur und seines Ursprungs. Alles ist zurückzuführen zum selben
Ausgangspunkt. Die fragilen Nuancen der Verschiedenheit scheinen mit
jedem Werdensprozess unbedeutender, sie verschwimmen. Wir sind dem
selben Genpool entsprungen. Jedes Tier und jede Pflanze. Ich habe
keinen Grund mich vor mir selbst zu fürchten. An diesem Tag wurde
die Weltkritik zur Selbstkritik und die Selbstkritik zur Weltkritik.
Alle nötigen Ängste zum Selbstschutz stellten sich als Respekt
heraus. Respekt vor jenen, die mich einschränken. Ich werde keine
weitere Minute bedauern. Auch wenn mein Charakter sich auf Umwegen
formte bin ich nun hier. Wir. Jeder weitere Zweifel ist auch eine
Kritik an der Vernunft, als allgegenwärtiges Licht, das den Menschen
umgibt. Angst ist ein hohes Gut in einer stabilen Umgebung. Manch
einem vor Sicherheit strotzendem Wesen nimmt diese Selbstsicherheit
als Selbstbewusstsein wahr. Doch die Frage die mich nicht loslässt
ist: Kann ich als Teil dieser Welt eine objektive Sicht entwickeln?
Im Geiste kann ich auf Reisen gehen in Umstände die scheinbar mit
dieser Welt nichts gemein haben. Aber der Gedanke das alles, selbst
der gedankliche Werdegang an individuelle Umstände gebunden sind
macht das ungemein nur zu einem Trugschluss, welcher nur die
ungeachtete Verbindung sucht. Im Kreise vieler Eigenschaften befindet
sich das Individuum. Scheinbar unverzweigte Pfade sind hinter dem
Mantel der Eigenschaften ein schwer durchschaubares Netzwerk aus
opaken Eigenschaften und transparenter, allgemeiner
Vergegenwärtigung. Alles was mich ausmacht kommt scheinbar aus der
Vergangenheit. Doch Freiheit ist die Erwartung der Zukunft. Dieser
Schluss zeigt auf, dass nur vorausschauende Wesen ihr Denken
erweitern können. Sobald man sich aus der Wiege der Gegenwart in die
Zukunft wendet öffnet sich das Auge der verblichenen Aspekte, jene
das denken beschränken.