Immer noch
 
Immer, wenn einer von den traurigen Comics kommt, fragt irgendwo mindestens eine Person, wie's mir geht. Ausnahmslos jedes Mal.

Einerseits ist das ja echt rührend, andererseits fühl ich mich manchmal fast ein bisschen beleidigt. Nur für einen kleinen Moment! Ist ja alles nicht böse gemeint und das weiß ich auch.

Bloß... hinter solchen Fragen steht immer der Gedanke, dass ich hier Comics über mich und mein Leben mache, quasi als Therapie. Und dass ich nur Sachen ausdrücke oder ausdrücken kann, die gerade in meinem Leben stattfinden. Und das ist echt ein totaler Irrtum.

Ich denke in erster Linie dran, was ich für Comicleser machen kann. Welche Geschichten oder Ideen lesenswert sind und wie sich das so ausdrücken und aufkrakeln lässt, dass es verstanden wird.

Wenn das Ergebnis dann treffend wirkt, liegt es vielleicht eher daran, dass ich halt schon ein bisschen Phantasie und Vorstellungsvermögen habe. Das gehört mit zum Job, denke ich immer. Und wenn's eher schiefgeht, habe ich mich eben verschätzt, das kommt auch vor.

Gute Nacht! :)